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Offener Ganztag am Dio: Mehr als nur Unterricht

Wenn um 13.05 Uhr die Schulglocke am Gymnasium Dionysianum das Ende der sechsten Stunde verkündet, heißt es für viele Schülerinnen und Schüler noch lange nicht: Schule aus. Seit sich die Schulkonferenz im Jahr 2008 für den Offenen Ganztag entschieden hat, endet der Unter­richt auch für die Klassen 5-9 an einigen Tagen erst um 15.50 Uhr. Die Fünft- und Sechst­klässler haben zwar nur einmal in der Woche Nachmittagsunterricht, trotzdem sieht man viele jüngere Schüler auch an den eigentlich freien Nachmittagen in der Schule. An diesen Tagen nehmen sie zum Beispiel am Förderunterricht in Deutsch, Englisch oder Mathe­ma­tik oder an einer Arbeitsgemeinschaft teil.

Ein besonderes Angebot für die Klassen 5 und 6 ist die Übermittagbetreuung, die das Diony­sia­num in Zusammenarbeit mit seinem Kooperationspartner, dem Jugend- und Familiendienst Rheine, anbietet. Hier haben Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder an bis zu vier Nachmittagen bis 16.15 Uhr betreuen zu lassen. Barbara Hiltenkamp, Pädagogin und Schulbetreuerin am Dio­ny­sianum, legt dabei großen Wert auf Verlässlichkeit, aber auch auf Flexibilität. „Jedes Kind darf, aber kein Kind muss bis zum Schluss bleiben. Uns ist wichtig, den Bedürfnissen und Wünschen der Kinder und Eltern entgegenzukommen“, betont Antje Burkhard, eine der zwei Koordinatorinnen des Offenen Ganztags.

Wie wohl sich die Kinder in dem gemütlichen Raum fühlen, sieht man, sobald sie diesen betreten. Als wären sie hier zu Hause, räumen sie die Schulsachen in ihre Fächer – oder müs­sen manchmal von Barbara Hiltenkamp freundlich daran erinnert werden. Dann werden Gesell­schaftsspiele gespielt, Neuigkeiten mit der Betreuerin oder den anderen Kindern aus­ge­tauscht oder die Kinder ruhen sich auf dem großen Sofa vom Vormittagsstress aus. Auf die Frage, ob es ihnen in der Übermittagbetreuung gefällt, nicken Maja aus der 5 und Anna aus der 6 begeistert. Sie haben sich hier kennen gelernt und sind gern hier, „weil es hier cool ist“, wie Maja sagt.

Wenn alle Betreuungskinder nach und nach angekommen sind, geht es gemeinsam in die Mensa zum Mittagessen. 98 Plätze an größeren und kleineren Tischen umfasst der helle, freund­liche Raum. Damit alle Schüler hier in Ruhe ihr Mittagessen einnehmen können, wird in zwei Schichten gegessen. „Das funktioniert inzwischen ziemlich gut, weil sich die Schüler an die Zeiten halten“, freut sich Hannelen Stoffers, Erprobungsstufenkoordinatorin am Diony­sia­num und ebenfalls verantwortlich für die Koordination des Offenen Ganztags. Für die Betreu­ungs­kinder gilt aber immer: Wir haben Vorfahrt!

Auch beim Mittagessen kooperiert das Dionysianum mit dem Jugend- und Familiendienst. Zwei Menüs stehen zur Auswahl und auf jedem Tisch steht zusätzlich eine Schale mit frischem Gemüse. Das schmeckt nicht nur den Schülern, auch viele Lehrer sieht man regel­mäßig in der Mensa. „Es ist einfach praktisch hier zu essen, und es schmeckt wirklich gut“, be­gründet dies Marion Koopmann, „auch hat man hier Zeit, sich mal außerhalb des Unter­richts mit den Schülern zu unterhalten.“

Nach dem Mittagessen stehen – wie zu Hause – die Hausaufgaben an. Oberstufenschüler, die in einer Schulung beim jfd zu Hausaufgabenbegleitern ausgebildet wurden, sorgen dafür, dass in den Räumen eine ruhige Arbeitsatmosphäre herrscht, und stehen als Ansprechpartner zur Ver­fügung. Sie führen Arbeitsprotokolle, in denen festgehalten wird, welche Hausaufgaben erle­digt wurden. Ein Stockwerk höher findet bei einer Lehrerin die so genannte qualifizierte Haus­aufgabenbetreuung statt, bei der verstärkt auch inhaltliche Hilfe angeboten wird.

Sind die Hausaufgaben erledigt, geht es zurück in den Betreuungsraum, wo Barbara Hilten­kamp ein Nachmittagsprogramm anbietet. Hier werden zum Beispiel Schlüsselanhänger gefilzt oder Kissenbezüge gestaltet, mit denen die regelmäßig stattfindenden Kissenschlachten noch mehr Spaß machen. Natürlich können die Kinder auch an einer der angebotenen Arbeits­ge­meinschaften teilnehmen, wie der Hip Hop-AG oder dem Leseclub.

Da dienstags viele Klassen der Stufen 5 und 6 Nachmittagsunterricht haben, lockt ein zusätz­li­ches Angebot die Kinder in der Mittagspause in die Sporthalle. Maike Quaschnik, Sport­leh­rerin am Dio, bietet vielfältige Anregungen zum Turnen und Toben. Die große Zahl der Schü­lerin­nen und Schüler, die jeden Dienstag in die Halle stürmen, zeigt, wie sehr es die Kinder genie­ßen, sich von der geistigen Arbeit zu erholen. So ist der Kopf frei für den Stoff des Nach­mittagsunterrichts.

Was das Modell des Offenen Ganztags am Dionysianum so erfolgreich macht? Da sind sich die beiden Koordinatorinnen einig: die gute Zusammenarbeit zwischen den Lehrern, Schü­lern, Eltern und den außerschulischen Kooperationspartnern sowie die große Einsatz­be­reit­schaft aller Beteiligten.

 

Text und Bilder: Antje Burkhard, 18.12.2010

Gymnasium Dionysianum Rheine
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