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Rossall meets Rheine
„Fünf Tage sind viel zu kurz!“ darin waren sich die englischen Gastschülerinnen und -schüler einig, die am diesjährigen Austausch mit dem Gymnasium Dionysianum teilgenommen hatten. Vom Abend des 25. November bis zum 1.12. waren 19 Schülerinnen und Schüler aus der Partnerschule Rossall, einem Internat nahe des nordenglischen Küstenörtchens Cleveleys, bei ihren Gastgeschwistern aus den Jahrgangsstufen 9 und EF zu Besuch. Kennen gelernt hatten sie sich bereits im März, als die deutschen Schüler aus Rheine für eine Woche das Schulleben in England erfahren durften.
Gleich bei der Anreise bekamen die englischen Gäste einen Vorgeschmack auf die sprichwörtliche deutsche Pünktlichkeit: Nach einer Odyssee mit der Bahn erreichten sie Rheine mit rund zwei Stunden Verspätung. Doch das Programm der folgenden Tage machte diesen ersten Eindruck schnell wieder vergessen.
Der erste Tag war noch ganz der Erfahrung des Alltagslebens gewidmet: In der Schule gab es zunächst ein Willkommensfrühstück, anschließend begleiteten die Jugendlichen ihre Gastgeschwister in den Unterricht am Dionysianum. Am Freitag ging es auf einen Ausflug nach Osnabrück; bei schönstem Sonnenschein wurden sie von einem Englischlehrer des Dionysianum durch dessen Heimatstadt geführt, anschließend hatten sie Zeit den „Historical Christmas Market“ zu besuchen. Besonders eindrucksvoll fanden sie die Fachwerkhäuser und Kopfsteinpflaster der Altstadt. „Very German, very European“, kommentierte einer der Schüler.
Das Wochenende verbrachten die englischen Schüler in ihren Gastfamilien – der Alltag einer deutschen Familie ist, neben den Ausflügen, die die Familien mit ihnen machten, ein wichtiger Teil der Austauscherfahrung.
Ein kleines Highlight war sicherlich der Besuch in Köln am letzten Tag des Aufenthalts: Trotz des regenverhangenen Himmels erklommen sie tapfer die vielen Stufen des Domturms, um die Stadt am Rhein einmal von oben zu sehen.
Ein letzter Schulbesuch am Dienstag, und schon ging’s zurück nach Hause. Und wenn die Zeit in Deutschland auch kurz war, so nehmen die jungen Engländer doch viele persönliche Eindrücke und Erfahrungen mit. „Es ist klasse, dass die Schule schon um 13.00 Uhr aus ist! Und die deutschen Fahrräder sind komisch“, bilanzierte einer von ihnen.
Für sie war es der erste, aber sicherlich nicht der letzte Besuch in Deutschland.