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Entlassfeier der Abiturientia

100 Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Dionysianum nahmen erfolgreich die letzte Hürde ihrer Schulzeit und konnten am Freitagnachmittag erleichtert und glücklich ihre Abitur­zeugnisse entgegennehmen.

Die Veranstaltung begann traditionsgemäß mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Dionys­kirche, der von Pastorin Wilmsmeier und Dr. Obronczka zusammen mit den Abiturien­ten gestaltet wurde.

Nachdem Schulleiter Oliver Meer in der Stadthalle die Gäste, allen voran die Abiturientinnen und Abiturienten mit ihren Eltern, begrüßt hatte, wurden die Stufensprecher des Abitur­jahr­gangs des Emsland-Gymnasiums Michelle Arndt und Tim Kaiser, mit besonders herzlichem Applaus empfangen, die gekommen waren um, wie sie sagten, die Wogen zu glätten, und die die gute Beziehung zwischen beiden Jahrgangsstufen und die harmonische Zusammenarbeit in den Kooperationskursen an beiden Schulen hervorhoben.

Stellvertretend für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Rheine übermittelte der stell­ver­tre­tende Bürgermeister Karl-Heinz Brauer Glückwunsche. In seiner Rede bezog er sich auf das Motto des diesjährigen Abiturjahrgangs, „DIOnglaublichen“, und war sich sicher, dass so mancher Abiturient sich in den vergangenen Wochen gewünscht habe, Superkräfte zu haben. Er erinnerte an die vielen Aufgaben, die die Gesellschaft zu lösen habe und die häufig nur mit Super­kräften lösbar zu sein schienen. Zwar hätten wir diese Superkräfte nicht, aber wir hätten junge Menschen wie den Abiturjahrgang 2015, die ihre Fähigkeiten nicht versteckten, sondern sie einsetzten. Abschließend wünschte Brauer den Abiturienten einen „super Abiball“ und dass sie die Helden der Tanzfläche sein möchten.

Der Sprecher der Goldabiturienten (Abitur 1965), Prof. Dr. Siegfried G. Schoppe, erinnerte sich an seine eigene Schulzeit und daran, damals gedacht zu haben, in der Schule etwas für das Leben zu lernen und Fragen beantwortet zu bekommen. Nach dem Abitur sei er aber so schlau gewesen wie vorher. Nur zwei Dinge hätten ihn auf das Studium und auf das weitere Leben vorbereitet: eine ordentliche Portion Mathematik und eine ordentliche Portion kriti­sches Denken. Das Abitur bezeichnete er als Aufwärmübung, nach der man im Studium oder in einer Ausbildung wieder eine Menge lernen und sich am Ende wieder fragen werde: Was bringt mir das? Sein Rat als Volkswirt lautete: „Versuchen Sie, jedes Problem zu struk­tu­rieren, bevor Sie es lösen, bauen Sie möglichst viel Mathematik in ihr Leben ein!“ Dass nicht alles im Leben zu berechnen sei und dass es immer wieder Überraschungen gebe, mache das Leben aber gerade interessant. Den Abiturientinnen und Abiturienten wünschte er für ihr wei­teres Leben möglichst viele positive Überraschungen.

Dr. Dirk Terhechte, Vorsitzender des Vereins Alter Dionysianer, gratulierte dem Abitur­jahr­gang zur bestandenen Reifeprüfung, einer in seinen Augen „phänomenalen Leistung“, mit der sie das Ende ihrer Schulzeit gekrönt hätten. Mit dem Abitur träten sie nun in eine Gesellschaft ein, die zum Teil fragwürdige Werte vertrete. Allerdings sei diese Gesellschaft nicht dekadent oder perspektivlos, sondern hilfebedürftig, und diese Hilfestellung könnten die jungen Men­schen ihr geben. Drei Wünsche an den Abturjahrgang äußerte Terhechte: „Verändern Sie sich! Seien Sie Sie selbst! Bekennen Sie Farbe!“ Den Abiturienten wünschte er, dass sie ihre Abitur­feiern genießen könnten, auch wenn aus Sex, Drugs and Rock`n Roll Veganismus, Laktose-Intoleranz und Helene Fischer-Musik geworden seien.

Der stellvertretende Schülersprecher des Dionysianums, Jannis Wilde, überbrachte im Namen aller Schülerinnen und Schüler der Schule herzliche Glückwünsche. Nun müssten die Abiturienten nie wieder ganze Tage in der Schule verbringen und lernen und sie hätten keine Haus­aufgaben mehr zu erledigen, freute er sich mit ihnen. Andererseits dürften sie aber auch nie mehr auf Klassen- oder Studienfahrt gehen und keine Freistunden mehr genießen. Die Gemein­schaft, zu der sie in den letzten Jahren geworden seien, erlebten sie in diesen Tagen zum letzten Mal; von nun an seien sie für sich selbst verantwortlich. Auch den Abschied vom Eltern­haus und die Pausenbrote, die ihnen in Zukunft niemand mehr schmieren werde, erwähnte er, tröstete die Abiturienten aber mit dem Hinweis, dass sie als Ersatz dafür bald einen eigenen Kühlschrank ganz für sich allein haben würden. Dass dieser immer voll sei, wünschte er ihnen zum Abschied.

Oliver Bunk erinnerte als Vorsitzender der Schulpflegschaft an die Wünsche, die Eltern von Anfang an für ihre Kinder hätten: dass sie selbstständig laufen lernten, auch vor Hindernissen nicht stehen blieben und nach dem Fallen wieder aufständen. Erst durch die Schule und das Lernen aber entwickelten Kinder Flügel, so Bunk, und er hoffe, dass diese Flügel die Abiturientinnen und Abiturienten weit tragen würden. Über lange Zeit hätten die Eltern des Abitur­jahrgangs ihre Kinder beim Lernen begleitet, ihnen zur Seite oder auch mal kopf­schüttelnd neben ihnen gestanden. Nun könnten sie alle das gute Gefühl haben, ein Teil dieses Gelin­gens zu sein. Bunk bedankte sich bei den Eltern für die Mitarbeit im Schulleben und zeigte sich beeindruckt von der guten Zusammenarbeit zwischen Eltern, dem Kollegium und der Schulleitung am Dionysianum.

Als Sprecherin der Elternschaft der Abiturientia überbrachte Florentine Kühs-Sandmann deren Glückwünsche. Zu Beginn ihrer Zeit am Dionysianum seien die heutigen Abiturienten die Kleinen gewesen, erinnerte sie sich, nun seien Sie die Großen. Nach dem Sommer werde es ihnen wieder ähnlich ergehen, wenn Sie als Kleine, als Neue und als Anfänger an der Uni oder in einem Betrieb stehen würden. So könnten sie den Eindruck gewinnen, es gehe immer wieder von vorne los. Zwar werde es immer wieder Lebensabschnitte geben, in denen sie die Anfän­ger seien, räumte Kühs-Sandmann ein, aber sie könnten in Zukunft immer auf das zurück­greifen, was sie sich in den letzten Jahren erarbeitet hätten.

Bei der letzten Entlassfeier, an der er als stellvertretender Schulleiter teilnahm, ließ es sich Johannes Juling nicht nehmen, die Ansprache der Schulleitung persönlich zu halten. Aus­ge­hend von seinen Glückwünschen zum bestandenen Abitur widmete sich Juling der Frage, was eigent­lich Glück sei. Eine Antwort auf seine Frage, so Juling, habe er im Buch „Hektors Reise oder die Suche nach dem Glück“ des französischen Autors Francois Lelord gefunden. Dort erkennt die Hauptfigur während ihrer Suche fünf Regeln – „Familien“ – für das wirkliche Glück. In den Familien des beschwingten Glücks, wenn man feiere, sich freue, chille, aber auch freudig und motiviert seiner Arbeit oder seinem Hobby nachgehe, fühlten sich die Abiturienten schon ziemlich zuhause, dessen war sich Juling sicher. Den beiden Familien des stillen Glücks beizutreten, also Zufriedenheit und Gelassenheit zu erwerben und Neid gar nicht erst aufkommen zu lassen, sei da schon eine schwierigere Aufgabe, der sie sich zu stellen hätten. Am wertvollsten schätzte Juling jedoch die fünfte Familie des glücklichen Erle­bens ein, zu der Freundschaft, Liebe, Aufmerksamkeit gegenüber anderen und ein Gefühl des Gebraucht-Werdens gehörten; dies sei eine wahre Lebensaufgabe und fordere die ganze Persön­lichkeit. Aufgrund seiner Erfahrungen der letzten Jahre, in denen die Abiturientinnen und Abiturienten sich in vielfältiger Weise für andere und für die Schule eingesetzt hätten, sei er aber auch hier sehr zuversichtlich.

Der Rede des Sprechers der diesjährigen Abiturientia, Hannes Walterbach, merkte man deut­lich die Erleichterung über den geschafften Abschluss an. Auch er bezog sich in seinen Wor­ten auf das Motto der Stufe und verwies darauf, dass die Abiturienten zwar nicht wie die Hel­den des Films „Die Unglaublichen – The Incredibles“ die Welt vor dem Bösen hätten retten müssen, dass auch sie in den letzten Jahren aber Unglaubliches erlebt hätten. Sie hätten in ihrer Zeit am Dionysianum die Dinge gelernt, die unerlässlich seien für die Entwicklung einer star­ken Persönlichkeit, nämlich Freundschaften zu knüpfen und zu pflegen und zu einer Gemein­schaft zu werden. Allerdings hätten sie auch den Mechanismus der Verdrängung gelernt, so dass die Abiturprüfungen ein wenig wie Weihnachten gewesen seien: Sie kamen über­raschend und man bekam entweder das gewünschte Geschenk oder doch nur wieder ein Paar Socken. Den Lehrerinnen und Lehrern dankte Hannes Walterbach dafür, dass sie die Abiturientia auf dem Weg bis zur Abschlussprüfung begleitet und geleitet, stets geholfen und etwas Kostbares in sie investiert hätten: ihre Zeit. Auch den Familien und Freunden dankte er für die Unterstützung sowie den Mitschülern für die Gemeinschaft und Freundschaft.

Dann endlich war es soweit: Höhepunkt der insgesamt gelungenen feierlichen Verab­schie­dung der Abiturientinnen und Abiturienten des Jahrgangs 2010 war natürlich wie immer die Über­reichung der Reifezeugnisse.

Besonders geehrt wurden die diesjährigen Rosenstengel-Preisträger Sonja ten Thoren und Julia Franke für den besten Abiturschnitt (1,0), Leonie Albrecht, Marie-Louise de Wiljes und Judith Hagemeyer für ihren Einsatz bei der Theater-AG „Pustekuchen“ sowie Lea Rosinke für ihren ehrenamtlichen Einsatz in der Begleitung von Menschen mit Behinderungen. Sonja ten Thoren ist als Jahrgangsbeste ebenfalls Winckler-Preis-Trägerin der Stadt Rheine. Den VaD-Förder­preis für außergewöhnliches Engagement für das Dionysianum, der in diesem Jahr erst­malig verliehen wurde, erhielt Timo Dierks für seinen Einsatz bei vielen schulischen und musi­kalischen Veranstaltungen. Dreimal wurde der Preis der Gesellschaft deutscher Chemiker verliehen, und zwar an Kristin Gläser als beste Abiturientin im Fach Chemie sowie André Hemmelder und Richard Köhler als beste Abiturienten im Fach Chemie. Piriyanha Sivabalasingham wurde für ihre erfolgreiche Teilnahme an zwei bundesweiten Aus­wahl­ver­fahren zur 47. Internationalen Chemieolympiade geehrt. Sie erhielt ebenfalls, gemeinsam mit Philip Beckmann und Richard Köhler, den Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Der Scheffel-Preis für besondere Leistungen im Fach Deutsch und gute literarische Kennt­nisse ging an Sonja ten Thoren für die beste Leistung in einem Deutsch-Leistungskurs. Mit dem Preis der Deutschen Gesellschaft für Philosophie wurde Judith Hagemeyer als Jahr­gangs­beste im Fach Philosophie ausgezeichnet. Abschließend wurden Franziska Molitor, Judith Oberfeld und Marie-Louise de Wiljes für ihre jahrelange engagierte Mitarbeit in der Schüler­bibliothek geehrt.

Umrahmt wurde die Feierstunde von zahlreichen musikalischen Beiträgen des Ober­stufen­chors unter Leitung von Peter Kappelhoff, des Schulorchesters unter Leitung von Detlef Kühn und eines Quintetts bestehend aus den Referendaren Florian Marchand am Cello, Florian Peine am Akkordeon und Simon Zafirakis am Flügel, dem Abiturienten Timo Dierks an der Gitarre sowie Lukas Klönne am Cajon. Den Abschluss der Feier bildete der Auf­tritt der gesamten Abiturientia, die sich mit dem Lied „Acht lange Jahre“ (Original: Paul Folk), begleitet von Florian Peine am Klavier, von ihren Gästen verabschiedeten.

Text: A. Burkhard; Bilder: H. Brämik, A. Höfer

Gymnasium Dionysianum Rheine
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